Vocal Painting ist der Name einer von Prof. Jim Daus Hjernøe (DK) entwickelten Zeichensprache, mit der in Chören und anderen musikalischen Gruppen improvisatorische Prozesse angeleitet werden können. Vocal Painting besteht momentan aus etwas über 80 verschiedenen Gesten und nimmt zum Teil Anleihen beim Soundpainting, allerdings auch beim Circle Singing – etwa im Stile Bobby McFerrins oder Rhiannons.

Oberstes Ziel ist es stets, die Musikalität aller Beteiligten in der Gruppe hörbar zu machen und das Verhältnis zwischen Leitung und Mitgliedern neu zu denken, also die Verantwortung für die Musik im Raum zu teilen. Dabei werden auch Ideen rund um den Begriff "kucheza" (Swahili für "spielen") verwirklicht, der im Kontext verwendet wird, um auf den engen Zusammenhang zwischen Körper, Tanz, Spiel und Musik zu verweisen. Das Motto des Workshops lautet "I am Music" – alle Teilnehmenden sollen mit ihrer persönlichen Musikalität hörbar werden, so wie es auch in anderen Kontexten, in denen Vocal Painting verwendet wird, ist. Die Methodik stammt zwar aus einem popularmusikalisch-vokalem Kontext, das dahinterstehende Mindset lässt sich aber ohne Probleme auch auf andere Kontexte übertragen. Es wird sich nicht an einem musikalischen Werk orientiert, sondern es geht um Musik als Handlung.

Im Workshop wird in die Methodik und das dazugehörige Mindset eingeführt und vor allem zusammen Musik gemacht. Am Ende des Workshoptages können im besten Fall eine Reihe konkreter Übungen und Werkzeuge mit nach Hause genommen werden, die in die eigene Arbeit integriert werden können. Zielgruppe des Workshops sind musikalische Leiter*innen von Chören, Gruppen und an diesem Thema Interessierte.

Verpflegung ist im Seminarpreis nicht enthalten.

Anmeldung

Felix Schirmer

Schulmusiker & Chorleiter

Max. 25 Teilnehmende
Samstag11.06.2022
10:00 - 18:00 Uhr
59 € / 49 € ermäßigt